SPD Travemünde gegen neues Kreuzfahrerterminal

Veröffentlicht am 21.05.2018 in Pressemitteilungen

Lübeck braucht kein neues Terminal für Kreuzfahrt-Riesen, schon gar nicht an der Nordermole. Der SPD-Ortsverein Travemünde hat sich bereits im vergangenen Jahr dagegen ausgesprochen, den Travemünder Hafen für große Kreuzfahrtschiffe auszubauen. Den Vorschlag des Vereins Lübeck Cruise und der Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft, ein neues Kreuzfahrerterminal für Schiffe bis 300 Meter Länge im Bereich der Nordermole zu bauen, lehnen wir deshalb auch ab. Die Anbindung eines Terminals für Kreuzfahrtschiffe mit 3000 und mehr Passagieren durch eine die Strandpromenade querende Zufahrtsstraße würde die Travemünder Infrastruktur überfordern und den Charakter und die Attraktivität des Seebades für Feriengäste beeinträchtigen

Hinzu kämen verstärkte Luft- und Lärmbelastung unseres Ortes durch ganztags laufende Dieselmotoren. Selbst wenn bis zur Fertigstellung eines solchen Terminals noch viele Jahre vergehen und viele Kreuzfahrtschiffe dann eine Abgasreinigung oder Erdgas-Antrieb haben – wirklich sauber ist das, was aus den Schornsteinen quillt, nicht. Und der Lärm bleibt. Davor wollen wir unsere Mitbürger ebenso schützen wie unsere Badegäste.

Travemünde taugt nicht wie Kiel und Rostock für massenhafte Anläufe von Großschiffen (gegen die sich dort übrigens auch schon Widerstand regt).

Die SPD Travemünde befürwortet zwar das Bemühen, mehr Kreuzfahrer für Travemünde zu gewinnen. Es sollte sich aber auf die kleineren Schiffe konzentrieren, die am Ostpreussenkai anlegen können. Auch in diesem Segment gibt es einen wachsenden Trend nach dem Motto: Kleiner aber feiner.

 

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